15. Juli 2009
KAUPERTS rettet Luise – Berühmtes Berlin-Archiv vor Schließung bewahrt!
Berlins berühmtestes Stadtarchiv im Internet – das Lexikon des Luisenstädtischen Bildungsvereins e. V. – ist in der Online-Fassung unter luise-berlin.de ab sofort wieder für jedermann kostenfrei einzusehen.
Der Internetauftritt des legendären Archivs mit nahezu 30.000 Stichwörtern („Berlin von A bis Z“) musste im Dezember 2008 aus Kostengründen geschlossen werden.
Der Gründer der „Luise“, der Historiker und Philosoph Dr. Hans-Jürgen Mende, hatte den Berliner Senat Anfang des Jahres um Unterstützung für sein Portal luise-berlin.de gebeten – ohne Erfolg.
Das Lexikon gilt als unentbehrliches Kompendium für Schüler, Studenten, Professoren, Berliner mit Interesse an Stadtgeschichte und zur Orientierung für Neu-Berliner aus dem In- und Ausland.
Es enthält die komplette Chronik Berlins von der Gründung bis heute, umfängliche Bezirkslexika, ein Straßennamenverzeichnis mit 14.000 Namen und Ursprüngen der Benennungen. Unter anderem auch Porträts von 183 (!) Berliner Bürgermeistern vom Mittelalter bis heute.
Roman Kaupert, der neue Betreiber, entstammt einer stadtbekannten Berliner Familie. KAUPERTS heißt der Straßenführer, den sein Großvater Dr. Walter Kaupert gleich nach dem Krieg erfand und jährlich herausgab. Die gedruckte Berlin-Orientierung wurde zum Standardwerk für Taxifahrer, Polizisten, Rechtsanwälte und Behörden. Auch in den Jahren der Teilung wurde der Ostteil der Stadt redaktionell aktualisiert.
2007 kaufte Roman Kaupert (32), Marketingexperte („Zepter und Krone GmbH“) und Diplom-Politologe, den 53 Jahre nach dem Tod von Walter Kaupert dann in Bayern ansässigen Verlag zurück. Mit der kaupert media gmbh entwickelte er die neue Stadt- und Serviceplattform Berlins im Internet unter kauperts.de, in welche ab Herbst 2009 auch das Angebot der „Luise“ integriert sein wird.
Roman Kaupert: „Der Verlust dieses Internetangebotes war für uns, wie für hunderttausende an Berliner Geschichte und Gegenwart Interessierte, eine echte Tragödie. Wir freuen uns für Berlin, dass wir gemeinsam mit dem Luisenstädtischen Bildungsverein e.V. unter kauperts.de nun die Geschichte und Gegenwart der Hauptstadt miteinander verbunden darstellen können.“
Unter kauperts.de findet der Nutzer schon heute und ab sofort kostenfrei alle aktuell wichtigen und benötigten Informationen rund um Berlins Straßen, Adressen und Behörden inklusive hausnummerngenauer Zuständigkeiten (Arbeitsagentur, Amtsgericht, Finanzamt, Polizeiabschnitt, Verwaltungsbezirk etc.) und Umkreissuche (Altglas-Container, Bürgerämter, Geschäfte, Theater und Museen etc). Die Berlin-Suchmaschine kauperts.de liefert darüber hinaus Antworten auf Schlagwörter und wird vom hauseigenen Entwicklungsteam und der Redaktion permanent weiterentwickelt.
Finanziert werden die Internetprojekte durch Berlins Gewerbetreibende, die sich zur Optimierung ihres Online-Marketings auf kauperts.de für 120 Euro im Jahr eintragen können. Damit bleibt die Plattform auch zukünftig frei von störender und ablenkender Banner-Werbung. Besondere Offerte: Gemeinnützig anerkannte Institutionen und Vereine mit Sitz in Berlin können sich online kostenlos darstellen!
2 Kommentare
Graoßartig! Vielen Dank dafür, dass die luisenlose Zeit endlich ein Ende hat.
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich verneige mich einfach mal….
Ich weiß was an Arbeit und Kosten damit verbunden ist, es ist eigendlich eine Schande für Berlin, wenn Unsummen für BeBerlin verbrannt werden und kein Pfennig, ach ne, kein Cent übrig ist, Berliner Geschichte im Internet bereit zu stellen.
Ein Armutszeugnis und ein Zeichen für eine unfassbare Fassadenpolitik.
Aber hupsch lächeln tun die alle.. Wowi und die Stadtzerstörungssenatorin Junge-Reiern… so nennt es sich doch wenn mann mal nen Eimer braucht nach zuviel Berliner Bier und Berliner Politik.
Mit freundlichen Grüßen
Klaus Lindow
P.S. Toll wenn Berliner einfach mal selbst etwas in die Hand nehmen, dann wird auch was draus, wie man sehen kann…
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